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Arbeitslosigkeit und Kleinstkredite
© Foto Radio Herne
Eingang Schuldnerberatung
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Arbeitslosigkeit und Kleinstkredite

Der Beratungsbedarf bei der Herner Schuldnerberatung bleibt hoch.

Veröffentlicht: Donnerstag, 26.02.2026 06:00

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Steigende Lebenshaltungskosten, unsichere Beschäftigungsverhältnisse und wachsende finanzielle Belastungen haben bei der Herner Schuldnerberatung wieder für viel Arbeit gesorgt. Das geht aus der Jahresbilanz der Einrichtung hervor. Dabei gerieten viele Betroffen unverschuldet und unerwartet in diese Situation. Der häufigste Grund sei Arbeitslosigkeit. Ein entscheidender Faktor seien auch fehlendende finanzielle Rücklagen. Viele hätten bei geringen Einkommen kaum Möglichkeiten Geld zu sparen. Auch jüngere Menschen seien betroffen, die den Überblick über Ratenkäufe im Netz verlieren. Vorbeugend sei eine gewisse finanzielle Bildung wichtig, was im Lehrplan aller Schulformen verankert sein sollte. Die Einrichtung geht davon aus, dass der Beratungsbedarf in Herne auch in diesem Jahr hoch bleibe. Dabei falle es vielen Menschen schwer, sich notwendige Unterstützung zu holen. Überschuldung sei nicht nur eine finanzielle Schieflage, sondern auch eine soziale Erfahrung, geprägt von Scham, Stigmatisierung und dem Gefühl des Scheiterns. Es sollte sich aber niemand scheuen, die kostenlose Hilfe der Beratungseinrichtung in Anspruch zu nehmen, Termine gebe es innerhalb einer Woche. Laut dem Schuldneratlas Deutschland ist die Überschuldungsquote in Herne gut doppelt so hoch wie bundesweit.

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