Bandidos-Prozess: V-Mann soll Angeklagten erpresst haben

Im Bandidos-Prozess wurde überraschende Details bekannt. Demnach soll ein V-Mann der Polizei einen Angeklagten erpresst haben. Laut Verteidigung soll er mehrere tausend Euro verlangt haben.

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Vorwürfe gegen V-Mann

Im Bandidos-Prozess sind möglicherweise illegale Methoden eines V-Mannes der Polizei aufgedeckt worden. Nach dem brutalen Rockerangriff auf drei Mitglieder einer anderen Rocker-Gang in Herne soll die Polizei einen V-Mann eingesetzt haben. Der soll einen der Angeklagten massiv unter Druck gesetzt haben. Die Verteidiger sprechen sogar von Erpressung und einer Geldforderung von 5.000 Euro. Sie wollen den V-Mann jetzt als Zeugen hören.

Gerichtsmediziner äußert sich im Prozess

Daneben hat das Gericht einen Rechtsmediziner zu den schweren Folgen des Angriffs der Bandidos in Herne gehört. Der Sachverständige hat erklärt, eines der Opfer sei durch einen schweren Faustschlag sofort bewusstlos gewesen und ungebremst rückwärts auf den Kopf gefallen. Der Mann ist seitdem ein dauerhafter Pflegefall. Die angeklagten Bandidos sollen die drei anderen Rocker angegriffen haben, weil sie eine Bandidos-fremde Vereinskutte im "Bandidos-Gebiet" getragen hatten.

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