
Geld, Platz und Personal - Beratungsstellen für Opfer von häuslicher Gewalt haben in Herne mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Eine der Einrichtungen befürchtet sogar das Aus. Die Fachberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel kümmert sich nicht nur um das, was ihr Name nahelegt. Beim Großteil der Fälle gehe es um häusliche Gewalt und die Zahlen seien nicht nur stark gestiegen, die Sachverhalte seien auch zunehmend komplex. In den letzten Jahren habe es aber nicht mehr, sondern weniger Geld für die Arbeit der Einrichtung gegeben. Die Mitarbeiterinnen seien stark überlastet und die Situation nicht haltbar. Werde bis zum nächsten Januar keine personelle und finanzielle Lösung gefunden, müsste die Beratung ersatzlos gestrichen werden. Auch das Frauenhaus hat mit Problemen zu kämpfen. Auch dort mangele es an finanziellen Mitteln, aber vor allem auch an Platz. Es fehlten gut 20 Plätze. Hinzu komme, das Betroffene wegen des akuten Wohnungsmangels immer länger im Frauenhaus bleiben und auch deswegen weniger Opfern geholfen werden könne.