
Die ungewisse Zukunft des Arbeitsgerichts Herne ruft nun auch den DGB auf den Plan. Der Gewerkschaftsbund ist irritiert von den Plänen des NRW-Justizministeriums, wonach die Behörden Herne und Gelsenkirchen zusammengelegt und in der Nachbarstadt angesiedelt werden sollen. Kritik an den Plänen kam schon von mehreren Seiten in Herne auf, zum Beispiel von Parteien, dort Beschäftigten und der Stadt. Sollte das Arbeitsgericht in Herne schließen, würde das für Prozessbeteiligte deutlich längere Wege bedeuten, so der DGB. Auch für die von den Gewerkschaften benannten ehrenamtlichen Richterinnen und Richter wäre das eine Zumutung. Der DGB hebt zudem die schnelle Arbeit der Behörde in Herne hervor, 80 Prozent der Verfahren könnten innerhalb von drei Monaten erledigt werden. Mit Blick auf die schwierige Lage auf dem NRW-Arbeitsmarkt sei davon auszugehen, dass es wieder länger dauert, sollte das Arbeitsgericht in unserer Stadt tatsächlich geschlossen werden. Die Stadtspitze hatte im Zuge der Diskussionen zuletzt vorgeschlagen, bei einer Zusammenlegung zumindest den Sitz nach Herne zu verlegen, unter anderem weil es hier mehr Platz und mehr Richter gebe.