
Wegen versuchten Mordes und Brandstiftung hat ein Herner vom Landgericht Bochum eine Haftstrafe von neuneinhalb Jahren erhalten. Nach Überzeugung des Gerichts hat er seine Wohnung in Horsthausen in Brand gesetzt. Danach war er aus der Wohnung geflohen, ohne irgendwen zu warnen - ein schwerhöriger Nachbar, der geschlafen hatte, musste von der Feuerwehr gerettet werden. Der 36-jährige Angeklagte hatte die Vorwürfe bis zuletzt bestritten. Er hatte behauptet, er sei schwer alkoholisiert vor dem Fernseher eingeschlafen und dann sei er von den Flammen geweckt worden. Das Gericht war anderer Meinung.
Er habe das Feuer gelegt und damit das Leben der Menschen in dem Haus gefährdet. Bei dem Brand waren potentiell tödliche Gase bis Treppenhaus gelangt. Das Motiv lag in einer Mischung aus Narzissmus, Rache an seiner Frau und Alkoholismus. Neben der Brandstiftung ist der Mann jetzt auch wegen Körperverletzung verurteilt worden. Er hatte in einer Bochumer Groß-Diskothek zwei Türsteher mit einem Messer und einer Bierflasche angegriffen und verletzt