
Ein schwerer Gewaltausbruch hat vier Jugendlichen aus Herne und Bochum zum Teil längere Jugendstrafen eingebracht. Das Landgericht hat Strafen bis zu dreieinhalb Jahren ohne
Bewährung verhängt. Die Angeklagten hatten einen Mann eine dreiviertel Stunde in Todesangst versetzt. Sie hatten ihn geschlagen, getreten, beleidigt, bedroht und erniedrigt – und es gefilmt. Es ging um einen Handydiebstahl und wer die Schuld daran trägt. Am Ende allerdings war es eine Gewaltspirale, der sich keiner der Angeklagte entzog. Alle machten mit, jeder folgte dem anderen. Und das Opfer – womöglich der Handydieb – musste mit Verletzungen ins Krankenhaus. Das Video war jetzt auch im Verfahren als Beweis gezeigt worden. Die Angeklagten konnten dabei ihre eigene Gewalttat kaum ertragen, einige schauten weg. Das Gericht folgte mit dem Urteil in großen Teilen der Staatsanwaltschaft. Womit die Angeklagten so nicht gerechnet hatten und was auch in den Gesichtern zu sehen war.