Michelle Müntefering (SPD)

Die Herner SPD-Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering tritt bei der Bundestagswahl erneut an.


Michelle Müntefering, SPD

Wir haben um die Beantwortung von sieben Fragen gebeten. Die Vorgabe war, dass jede Antwort maximal 500 Zeichen inklusive Leerstellen haben darf. Die Antworten geben wir hier unbearbeitet wieder. Wurde die maximale Länge überschritten, haben wir die Antwort gekürzt und am Ende durch drei Punkte gekennzeichnet.

Kurzer Steckbrief – in Stichpunktform: Vollständiger Name, Name der Partei, Alter, Beruf, Wohnort.

Michelle Müntefering, SPD, 41 Jahre, Bundestagsabgeordnete seit 2013 und Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Gelernte Kinderpflegerin, studierte Journalistin, wissenschaftliche Mitarbeiterin, ehem. Stadtverordnete. Geboren und wohnhaft in Herne.

Stellen Sie sich bitte kurz persönlich vor (z.B. Lebensweg, persönliche Eigenschaften, Freizeit, Interessen abseits der Politik, o.ä.)!

Für mich war es immer wichtig, mich zu engagieren. Aus Erfahrung weiß ich, man kann was bewegen und beitragen. In Deutschland und international. Als Kind des Ruhrgebiets leitet mich dabei immer die Solidarität: Der Zusammenhalt in der Gesellschaft, in unserer Stadt. Als Abgeordnete habe ich diesen Antrieb zu meinem Beruf machen können. Und wenn Zeit ist, freue ich mich auf einen Ausflug mit meinen Freunden, auf Schokoladeneis oder auf’s Gitarre spielen. Oder am besten auf alles zusammen.

Was sind Ihre wichtigsten politischen Anliegen für die nächsten fünf Jahre?

1.) Die weitere Entlastung der Kommunen, damit Herne investieren kann - in Bildung, Mobilität, Klimaschutz. Das ist mein Herzensthema. Als nächstes brauchen wir da den Altschuldenschnitt.

2.) Zudem wollen wir eine Kindergrundsicherung, Sozialarbeit an Schulen. Nicht zu vergessen: Gute Pflege und stabile Renten. Wir werden das Rentenniveau stabil halten – bei mindestens 48 Prozent. Eine Anhebung des gesetzlichen Rentenalters wird es mit uns nicht geben.

3.) Die Förderung der Demokratie.

Wie wollen Sie sich für Herner Belange in Berlin einsetzen?

Verantwortungsvoll und leidenschaftlich. Für unsere Stadt habe ich an wesentlichen Entscheidungen für das Ruhrgebiet und für Herne mitwirken können - und einiges erreicht. Durch die Übernahme der Sozialkosten profitiert Herne alleine in 2020 mit rund 14 Millionen Euro. Die ehemaligen Steinkohlestandorte können mit Bundesförderung nun in Zukunftstechnologien wie Wasserstoff investieren. Und natürlich bin ich auch weiterhin ganz persönlich für die Menschen da. Das ist mir wichtig.

Was wollen Sie politisch zum Klimaschutz beitragen?

Klimaschutz muss vor Ort und international gelingen. Als Staatsministerin habe ich die internationale Wissenschaftskooperation ausgebaut - auch eine Grundlage für eine Klima-Außenpolitik. Zudem wollen wir als SPD Solardächer auf öffentliche Gebäude bringen: Schulen, Sporthallen, Bibliotheken. Klimaschutz fängt von unten an. Da, wo wir wohnen, leben, arbeiten. Uns ist wichtig, dass es dabei sozial gerecht zugeht, damit sich nicht nur Reiche den Wandel leisten können.

Welche Lehren ziehen Sie aus der Corona-Pandemie für Ihre Politik?

Es reicht nicht, zum Status Quo zurück zu kehren. Wir müssen einiges besser machen:

1.) Diejenigen, die uns durch die Pandemie gebracht haben, verdienen nicht nur Respekt, sondern müssen auch anständig entlohnt werden.

2.) Besonders Kinder und Senioren hatten es schwer. Als SPD wollen wir z.B. 20 Kinderkrankentage und bessere Betreuungsangebote - das sind wichtige Zukunftsinvestitionen.

3.) Außerdem müssen wir modernisieren - im Gesundheitswesen, bei Digitalisierung, der Ausstattung von S...

Wie sieht aus Ihrer Sicht gerechte Sozialpolitik aus?

Als SPD ist für uns klar: Wir wollen einen Staat, der Respekt vor der Lebensleistung der Menschen hat und ihnen Sicherheit gibt. Eine solidarische Politik, die diejenigen stärkt, die Unterstützung brauchen, gute Arbeit fördert und ein Recht auf Qualifikation garantiert.

Konkret: Die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung, die Anhebung des Mindestlohns, ein Bürgergeld statt Hartz IV, das Recht auf Weiterbildung, mehr Tarifbindung und die Stärkung der Mitbestimmung gehören dazu.

Michelle Müntefering kandidiert in Herne für die SPD.

Links zu den Kandidaten und der Kandidatin

Michelle Müntefering (SPD)

Christoph Bußmann (CDU)

Markus Dossenbach (AfD)

Felix Oekentorp (DIE LINKE)

Klaus Füßmann (FDP)

Jacob Liedtke (Grüne)

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