Müntefering fordert Gastarbeiter-Denkmal

Die Geschichte der Gastarbeiter sei längst auch die Geschichte Deutschlands.

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Die Herner SPD-Bundestagesabgeordnete Michelle Müntefering fordert ein Denkmal für ehemals als Gastarbeiter bezeichnete Einwanderer. Das Wirtschaftswachstum und der Wohlstand bei uns in Deutschland seien ohne Menschen aus Griechenland, Spanien oder der Türkei gar nicht möglich gewesen. Das sagte Müntefering beim Europäischen Kulturmarken-Award in Essen.

"Um die Leistung dieser Menschen, ihrer Kinder und Kindeskinder, zu würdigen, wäre es eine gute Geste, wenn wir diesen Menschen, die längst Teil unseres Landes geworden sind, hier in unserer Mitte ein Denkmal errichten.
Gerade in einer Zeit, in der Nationalismus und Populismus auf der Welt wieder erstarken, sollten wir ein Zeichen der Solidarität und der Wertschätzung setzen, ein Symbol des Zusammenhaltes. (...)
So ein Denkmal muss übrigens nicht auf einem Sockel stehen - aber es sollte dem Beitrag dieser Menschen eine längst fällige Würdigung - und uns allen eine positive Erinnerung sein."

Die Geschichte der Gastarbeiter sei längst auch die Geschichte Deutschlands geworden. Von Mitte der fünziger bis Mitte der siebziger Jahre kamen Millionen Menschen nach Deutschland, um sich hier ein neues Leben aufzubauen. Um ihre Leistung zu würdigen, sei es eine gute Geste ein Denkmal in unserer Mitte zu errichten, so Müntefering weiter. Die Herner SPD-Bundestagsabgeordnete ist auch Staatsministerin für internationale Kulturpolitik.

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