Nada Surf erzeugen zuverlässig Glücksgefühle

Nada Surf
© Annie Dressner (dpa)

Never Not Together

Berlin (dpa) - In einem Radioporträt wurden Nada Surf vor zehn Jahren als «vermutlich glücklichste Band der Welt» bezeichnet. Das passte damals gerade so gut wegen des Albumtitels «Lucky».

Aber auch seither gab der hochmelodische Gitarrenrock der New Yorker um Frontmann Matthew Caws oft Anlass, Nada Surf für liebenswert lebensfrohe Optimisten zu halten. Ihre neue Platte «Never Not Together» ändert nun nichts an dieser Einschätzung.

Bereits der Opener «So Much Love» zaubert mit famosen Popharmonien und fast schon naiv zuversichtlichen Textzeilen ein Lächeln ins Gesicht: «Just try to be good and be less fake» (Versuch einfach ein guter Mensch und nicht falsch zu sein) - so besingt Caws mit seiner hellen Jungsstimme das richtige Leben in dunklen Zeiten. «Das ist ein Song, der den guten Willen zwischen uns Menschen feiert. Manchmal kann es schwer sein, sich daran erinnern, dass es so etwas gibt. Aber es ist überall um uns herum», sagt der Sänger.

Nicht nur Textzeilen wie «Empathy is good...» wärmen das Gemüt - auch die wieder einmal fantastisch produzierten Gitarren- und Piano-Sounds auf Nada Surfs neuntem Studioalbum machen glücklich. Immer wieder erstaunt dabei, wie unverbraucht und spielfreudig diese Band fast 25 Jahre nach dem Debüt «High/Low» (1996) noch rüberkommt. Mit treibendem Powerpop («Live Learn And Forget») erzeugen die vier US-Musiker ebenso positive Gefühle wie mit hymnischen Midtempo-Tracks («Just Wait») oder prächtigen Balladen («Looking For You»).

Ganz stark sind Nada Surf schon lange auch als Live-Band - ob in kleineren Clubs oder mittelgroßen Hallen, sie erzeugen herzliche Zusammengehörigkeitsgefühle, die mit den aktuellen Liedern noch einmal verstärkt werden dürften. Von Anfang bis Mitte April dann auch wieder in Deutschland, wo sie nicht nur wegen ihres Berliner Labels City Slang ein besonders treues Publikum haben.

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