
Das Land NRW will in Herne eine neue Flüchtlingsunterkunft mit 800 Plätzen bauen lassen. Die Einrichtung ist auf dem Grundstück eines Essener Unternehmens im Industriegebiet Südstraße geplant. Dort sollen bereits bestehende Bürogebäude genutzt und durch Neubauten ergänzt werden. Sämtliche Kosten für Errichtung, Betrieb und Verpflegung übernimmt das Land. Weil die 800 Plätze trotzdem der Stadt angerechnet werden, entlaste das letztlich die strapazierte soziale Infrastruktur in Herne, hieß es. Die geflüchteten Menschen werden dann in 4er bis 8er Zimmern untergebracht und finden innerhalb des umzäunten Geländes unter anderem medizinische Versorgung, eine Kleiderkammer, sowie Bildungsangebote für Kinder. Die Einrichtung wird rund um die Uhr durch einen Sicherheitsdienst bewacht, ein Pförtner regelt den Einlass. Insgesamt werden dort rund 100 Beschäftigte arbeiten. Die Einrichtung könnte frühestens im Sommer nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen. Das Land hatte bis 2024 schon eine Notunterkunft an der Dorstener Straße betrieben, dabei hatte es sich allerdings um eine Zeltstadt gehandelt.