"Ruhe vor dem Sturm" bei häuslicher Gewalt

Herner Frauenhaus erwartet Ansturm mit Lockerung der Corona-Maßnahmen.

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Als "Ruhe vor dem Sturm" bezeichnet das Herner Frauenhaus die aktuelle Situation in Sachen häusliche Gewalt. Dass es momentan nicht mehr offizielle Fälle als vor Corona gebe, heiße nicht, dass es keine Zunahme gebe. Die Opfer hätten aufgrund der Kontaktbeschränkungen nur kaum Möglichkeiten sich bemerkbar zu machen, weil sie zu sehr unter Aufsicht ihrer Peiniger stünden. Ein Gespräch mit einer Kita-Mitarbeiterin zum Beispiel sei zurzeit nicht möglich, auch unbemerkte Telefonate gestalteten sich schwierig.

Herner Frauenhaus will sich vorübergehend vergrößern

Sobald die Kontaktbeschränkungen aber gelockert werden, falle diese Kontrolle weg. Dann dürfte die Zahl hilfesuchender Frauen deutlich ansteigen, so die Einrichtung. Deswegen suche das Herner Frauenhaus gemeinsam mit der Stadt zurzeit nach Möglichkeiten, mehr Frauen und deren Kinder als bisher aufzunehmen zu können. Zusammen mit einer Nachbarstadt zeichnet sich auch bereits eine Lösung ab. Im Raum steht eine gemeinsame Anmietung von möblierten Appartements.

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