Schwule Blutspender fühlen sich diskriminiert

Viele Schwule fühlen sich bei der Blutspende diskriminiert.

Immer wieder beschweren sich bei Radio Herne Schwule über die Blutspenden. Sie fühlen sich diskriminiert und ausgegrenzt. Wenn sie nämlich in den vergangenen zwölf Monaten Sex mit einem Mann hatten, dürfen sie kein Blut spenden.

Das hat die Bundesärztekammer festgelegt und beruft sich auf Studien, wonach das HIV-Infektionsrisiko bei Schwulen wesentlich höher als bei Heterosexuellen ist. Das gilt auch dann, wenn sie in einer monogamen Beziehung leben.

Die frühere Herner CDU-Bundestagsabgeordnete Ingrid Fischbach verteidigt diese Regelung, sieht aber auch Nachbesserungsbedarf. "Wenn Studien belegen, dass die ersten sechs Wochen bzw. drei Monate das Infektionsrisiko wirklich beiseite geschoben ist, dann müsste man wirklich darüber nachdenken, diese Zeitspanne deutlich zu verkürzen", so Fischbach. Grundsätzlich wird jede Blutspende zum Beispiel auf Hepatitis und HIV getestet.

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