
Mit einer um sechs Monate verkürzten Strafe ist ein Prozess um den sexuellen Missbrauch eines Herner Mädchens zu Ende
gegangen. Der angeklagte Vater des Opfers war bereits Ende 2024 in der Sache zu sieben Jahren und neun Monaten Haft
verurteilt worden. Allerdings hatte er zum Teil erfolgreich dagegen Revision eingelegt. Die Verhandlung lief jetzt beinahe wie im Eilverfahren ab. Sogar
das Plädoyer des Verteidigers beschränkte sich fast nur auf die Bitte um eine mildere Strafe. Die Taten standen fest. Der 47jährige Angeklagte hat seine Herner Tochter ab 2009 in mindestens 16 Fällen schwer sexuell missbraucht. Gemildert wurde aber nur, weil der Missbrauch sehr lange her ist – über zehn Jahre. Vor Gericht hatte der Angeklagte geschwiegen. Es gab keine Spur von Reue oder einem Geständnis. Dabei war dies die letzte Chance ein Geständnis abzulegen und eine wesentlich mildere Strafe zu erhalten.