Rapper Disarstar hält Distanz zur Linkspartei

Rapper Disarstar
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Rap und Politik

Hamburg (dpa) - Linker Rapper, aber kein Linker: Trotz seines politischen Selbstverständnisses hält Disarstar Distanz zur Linkspartei. «Warum ich mich nicht bei der Linken engagiere? Frage ich mich ehrlich gesagt manchmal auch», sagte der 31-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «Als Künstler finde ich es unseriös, mich vor einen parteipolitischen Karren spannen zu lassen. Ich sehe mich überparteilich», sagte Disarstar, der mit bürgerlichem Namen Gerrit Falius heißt.

Zwar gebe es bei der Linken «tolle Kacheln auf Instagram und gute Takes», doch die Praxis überzeuge ihn nicht. «Dann schaut man auf Abstimmungsergebnisse etwa zur Reichensteuer und denkt, irgendwas stimmt da nicht.» Er selbst wünsche sich «einen demokratischen Sozialismus und keinen sozialdemokratischen Kapitalismus».

Sogar auf Instagram wird Politik für ihn zum Thema. Vielen linken Politikerinnen und Politikern folgt er – und sie ihm. Nur bei Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hapert es noch: «Ich folge niemandem, der mir nicht folgt. Aber wenn Frau Reichinnek mir folgt, gibt es innerhalb von 30 Sekunden ein Follow-back.»

Am Freitag veröffentlichte Falius, der sich selbst «als Marxisten» bezeichnet, sein neues Album «Hamburger Aufstand». Zu seinen erfolgreichsten Songs zählt «Siamo Tutti», oft als antifaschistische Hymne beschrieben. Der Titel wurde bei Spotify bereits mehr als 6,7 Millionen Mal abgerufen.

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