Stadt will Wildgänse abschießen lassen

Die Stadt will Kanada- und Wildgänse abschießen lassen. Die Population nehme Überhand, würde einheimische Vögel verdrängen und ihr Kot die Wasserqualität zunehmend verschlechtern.

© Rowena Ostkämper

Population der Gänse in Herne wird immer größer

Die Stadt lässt ab kommender Woche Jagd auf Kanada- und Wildgänse machen. An den Gewässern im Ostbachtal, Schloßpark Strünkede, Dorneburger Park und Stadtgarten Wanne würden die heimischen Vögel von den Gänsen zunehmend verdrängt. Außerdem würde der Kot der Tiere die Wasserqualität der Teiche immer weiter verschlechtern, weshalb es immer mehr Algen im Wasser gibt. Vor allem im Ostbachtal und im Dorneburger Park hatte das zuletzt für Probleme gesorgt. Darüber hinaus ginge von den Kotansammlungen der Kanada- und Wildgänse eine regelrecht Rutschgefahr aus, erklärt die Stadt. Vom 1. September bis 31. Januar sollen die Tiere nun bejagt werden.

Schon länger Ärger mit Gänsen

In diesem Sommer gab es bereits ein großes Fischsterben im Ostbachteich. Schuld waren die Algen, die sich durch Hitze und Kot gebildet hatten. Stadtmitarbeiter mussten schließlich die toten Fische aus dem Teich holen. Die Verwaltung hatte als Sofortmaßnahme eine Firma damit beauftragt, die Algen großflächig zu entfernen. Dabei hatte die Stadt schon im Frühjahr die Herner aufgefordert, die Vögel nicht zu füttern. Die Tiere wurden immer zutraulicher und verloren ihre naürliche Scheu vor Menschen. Im letzten Jahr hatte die Stadt gemeldet, dass die heimische Stockente vollkommen vom Dorneburger Park verschwunden ist. Sie wurden von den Wild- und Kanadagänsen verdrängt.

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